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Wein – Eine faszinierende Geschichte PDF
Geschrieben von Stefan Sommer, Hürth   
Bereits seit dem 6. Jahrtausend v. Chr. hat  die Menschheit den Weingenuss für sich entdeckt. So wurde im antiken Ägypten beispielsweise der Wein bei Festen der sozialen Oberschicht getrunken.

Der erste nachvollziehbare Weinanbau wurde zu dieser Zeit in Vorderasien betrieben, aber auch im antiken Ägypten, Griechenland, Byzanz und  im römischen Reich erfreuten sich die Menschen schnell an diesem neuen Getränk. In Griechenland wurde der Wein aufgrund seines hohen Alkoholgehalts nur verdünnt mit Wasser getrunken und bereits zu dieser Zeit wurde alter Wein im Allgemeinen für besser als junger Wein befunden. In Byzanz war gewürzter Wein sehr beliebt. So würzten die Byzantiner ihren Wein unter anderem mit Lavendel, Lorbeer, Zimt, Pfeffer, Nelken, Rosenblätter, Wermut, Anis und Mastix. Durch die erobernden römischen Legionen weitete sich der Weinbau über weite Teile Europas aus. Der Wein stellte zur damaligen Zeit bei den Römern nicht das Genussmittel von heute dar, sondern war ein Getränk, dem man stärkende und heilende Wirkung zusprach, und auf das man bei den Eroberungen nicht verzichten wollte. Im Mittelalter ging es dann sogar soweit, dass die Menschen ihr Trinkwasser mit Wein vermischten, da dieser wegen seines Alkoholgehaltes oft keimfreier und sauberer als Wasser war. In der Neuzeit wurde Wein zu einem wichtigen und weltweiten Handelsgut.

Während der englischen Herrschaft über die Gascogne und Aquitanien im 16. Jahrhundert beförderten die Briten durch ihre imperialistischen Tätigkeiten den Wein in die ganze Welt hinaus. Im ausgehenden 16. Jahrhundert fand dann ein Wandel hin zum Qualitätsweinanbau statt, welcher die Grundlage für unsere heutigen Weine bildet. Berühmtheit erlangten zunächst die französischen Weine, aber auch die spanischen und italienischen Weine wurden schnell von den Briten entdeckt, für gut befunden und exportiert. Im Laufe der Zeit wurden auch Reben z.B. aus Amerika nach Europa importiert, um damit zu experimentieren, allerdings kam somit auch ein Schädling mit: Die Reblaus. Hieraus resultierte die „Reblauskatastrophe“, die für die Vernichtung unzähliger Weinstöcke verantwortlich war. Aber nicht nur die Reblaus, sonder auch die beiden Weltkriege machten dem Weinanbau schwer zu schaffen. Erst nach dem zweiten Weltkrieg kam ein großer Aufschwung, der bis in die Gegenwart andauert. Von da an drängten immer mehr Hersteller aus aller Welt, angefangen mit Australien und Kalifornien, später dann auch Chile, Südafrika und Argentinien, auf den Weinmarkt, so dass wir heute über ein reichhaltiges Angebot an Weinen aus aller Welt verfügen können.

 
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