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Abgesichert ins Berufsleben PDF
Geschrieben von Manuel Fuchs, Donaueschingen   

Ein überwiegend sorgloses Leben führen die meisten Jugendlichen, so lange sie noch zur Schule gehen und zu Hause bei den Eltern wohnen. Nicht nur das Wäschewaschen und Einkaufen wird ihnen abgenommen, sondern auch viele andere Alltagsangelegenheiten. Das Taschengeld und der Ferienjob reichen aus, um die Freizeit zu finanzieren.

Doch irgendwann ist die Schulzeit vorbei. Der neue Lebensabschnitt beginnt mit der Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums und ist auch häufig mit dem Einzug in die erste eigene Wohnung verbunden. Dann muss der Alltag selbst organisiert werden – und dazu gehört auch die Frage, ob und welche Versicherungen neu abgeschlossen werden müssen.

Bereits zu Beginn des Berufslebens sollten Jugendliche und junge Erwachsene sich mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigen. Die staatlichen Rententöpfe schrumpfen zusehends, das Renteneintrittsalter wird fortlaufend angehoben. Wer nicht privat vorsorgt, hat im Alter unter Umständen nicht viel zu lachen. Der Gedanke, dass es bis zum Ruhestand doch noch vierzig Jahre oder mehr sind, sollte also nicht zu weit weggeschoben werden. Eine Kapitallebensversicherung ist eine der am häufigsten gewählten Alternativen, um selbst Vorsorge fürs Alter zu treffen. Für Auszubildende, deren monatliches Budget von der Ausbildungsvergütung abhängig ist, werden Tarife mit geringen monatlichen Prämien angeboten. Durch lange Laufzeiten und dynamisch angepasste Beitrage wird zu einem vereinbarten Zeitraum – häufig nach dem sechszigsten Lebensjahr – die angesparte Summe als Einmalzahlung oder in Form einer monatlichen Rente ausbezahlt.

Eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung oder kurz BUZ ist auch für junge Berufstätige äußerst sinnvoll. Kann der zuletzt ausgeübte Beruf durch Unfall oder Krankheit nicht fortgeführt werden, deckt die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherug den Verdienstausfall bis zur vereinbarten Höhe ab. Die Höhe des zu zahlenden monatlichen Beitrags ist abhängig vom Eintrittsalter und Leistungsumfang. Hier lautet also die Devise „Je eher, desto besser“. Bereits bestehende Vorerkrankungen müssen nicht unbedingt dazu führen, dass der Antrag von der Versicherungsgesellschaft abgelehnt wird. Je nach Art und Schweregrad können gewisse Erkrankungen jedoch aus dem Leistungspaket ausgeschlossen werden.

Eine eigene Hausratversicherung benötigen Jugendliche nicht, wenn sie noch bei den Eltern wohnen. Ziehen sie aber in ihre eigenen vier Wände, ist der Abschluss einer Hausratversicherung durchaus sinnvoll. Auch wenn die Wohnung zunächst nur spärlich möbliert ist – die Wiederanschaffung von Einrichtungsgegenständen, die beispielsweise durch Wasserschäden oder Feuer zerstört wurden, ist wesentlich teurer als die jährliche Prämie der Hausratversicherung. Da eine Hausratversicherung i.d.R. selbst auf lange Sicht deutlich günstiger ist als den Komplettverlust des Interieurs und ggf. Kredit-Aufnahme , sollte diese Versicherung zum Standard gehören.

Je nach Alter und Lebenssituation benötigen junge Erwachsene und Jugendliche auch eine eigene Privathaftpflichtversicherung. Zwar ist dies nicht zwingend vorgeschrieben, aber auf jeden Fall mehr als ratsam. Wenn Auszubildende, Studenten und junge Berufstätige noch zu Hause bei den Eltern wohnen, sind sie unter bestimmten Voraussetzung noch in deren Haftpflichtversicherung mit eingeschlossen oder können durch Vertragszusätze weiterhin dort versichert bleiben. Dieses ist aber immer mit der Versicherungsgesellschaft abzuklären.

Spätestens mit dem Bezug der eigenen Wohnung – dazu gehören auch der Einzug in eine Wohngemeinschaft oder ein Studentenwohnheim – ist für viele junge Erwachsene der Punkt gekommen, sich um den eigenen Versicherungsschutz zu kümmern. Die Eltern stehen dabei sicherlich beratend zur Seite, Versicherungsagenturen und Versicherungsmakler erstellen individuelle Angebote. Im Vorfeld im Internet zu surfen und Informationen zusammenzutragen ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, sich mit dem für viele noch sehr ungewohnten Bereich vertraut zu machen.

Es ist daher empfehlenswert, vorab einen kostenlosen Versicherungsvergleich auszufüllen und die diversen Anbieter und Policen objektiv zu vergleichen um die optimale Police zu finden.

 
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