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Vor dem Auftreten der Inka war die Region des heutigen Ecuador in kleine und kleinste Königreiche zersplittert. Im 15. Jahrhundert eroberten die kriegerischen Inka schließlich in verlustreichen Kämpfen die Gegend von Pasto und gründeten die nördlichste Inkastadt Quito, die in den letzten Jahren des Inka-Imperiums noch eine bedeutende Rolle in den Nachfolgerkrieg spielen sollte. Der letztendlich siegreiche Atahualpa sammelte hier die Truppen gegen seinen Bruder und wurde letzter Inka-Kaiser.
Im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts tauchten spanische Truppen unter dem Oberbefehl von Franzisco Pizzaro auf, zerschlugen das Inka-Reich und brachen auch die letzten Widerstände in der Region. Kurz darauf, im Jahr 1534, wurde die spanische Stadt Franzisco de Quito gegründet, die in den darauf folgenden Jahren Ausgangspunkt für Amazonas-Expeditionen wurde. Die 1563 eingerichtete Real Audiencia de Quito diente als Stellvertretung für das königliche Gericht in Madrid. Damit wurden auch indirekt die Vizekönige von Peru und Neugrenada (Kolumbien) kontrolliert, stelle jedoch kein eigenes Staatsgebilde dar. Wirtschaftlich war die Audiencia dem Vizekönigreich Peru zugeordnet. Dieses Zwittergebilde wurde wurde am 25. Mai 1822 abgeschafft. Einen Tag vorher die Freiheitskämpfer unter Antonio José de Sucre die Spanischen Truppen vernichtet. Nachdem sich Großkolumbien faktisch aufgelöst hatte, formte sich 1830 die Republik Ecuador. Der Name geht wohl auf die Bezeichnung einer spanisch-französischen Expedition zurück, die erstmal den versuch unternahm, den Äquator genau zu bestimmen. Im Jahre 1832 annektierte Ecuador die vor der südamerikanischen Küste liegenden Galapagos Inseln. Die darauf folgenden Jahre waren geprägt durch Aufstände, Umstürze, Bürgerkriege und Revolutionen. Demokratische Regierungen lösten sich mit Militärdiktaturen ab. Erst in den 80iger Jahren des vergangenen Jahrtausends konnten sich endgültig demokratische Strukturen in diesem südamerikanischen Land Ecuador durchsetzen. |