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Man kann sich sicherlich streiten, ob wohlhabende Menschen eher sozial, liberal oder kapitalistisch agieren, doch sie sind oft der Motor für eine Wirtschaft aus einer Rezession zu klettern. Dies geschieht dabei eher unbewußt durch die Struktur, die eine solche Zeit mit sich bringt.
Neben prickelndem Champagner, schnellen Autos und glitzerndem Schmuck sind sexy Dessous ein Bestandteil von Luxusgütern in der heutigen Gesellschaft. In letzter Zeit hört man oft davon, dass in schlechten Zeiten, in einer Rezession, viel Geld für teure Luxusgüter ausgegeben wird. Der gemeine Reiche, der viel und gerne arbeitet, denkt in prosperierenden Phasen nicht darüber nach sein Geld auszugeben, erst zu einem späteren Punkt kommt er zum Durchatmen und zum Shoppen. In guten Zeiten spart er sein wohlverdientes Geld für negative Umstände, diese Form des Wirtschaftens sollte auch der moderne Staat ausüben. Durch die angehäuften Schätze übt der gut Bemittelte eine starke Kaufkraft aus. Beim Kauf von hochwertigen Dessous und anderen Artikeln unterstützt er die marode Wirtschaft. Schon Montesquieu schrieb: Wenn die Reichen nichts verschwenden, verhungern die Armen. Montesquieu spricht hier von einem allgemeinem Zustand, der stetig ist. Aber ist es nicht vielmehr so, dass es die beschriebenen Zyklen gibt, in denen der Reiche als Motor der Wirtschaft fungiert. Sein Überfluss generiert das Florieren nach mageren Jahren. Weiterhin ist es nicht rätselhaft, dass in dunklen Jahren viele Dessous gekauft werden. Die düstere, depressive Stimmung in der Bevölkerung verbreitet oft eine Lust zu Ausschweifungen und verstärkt einen Rückzug in die Privatsphäre. Beide Faktoren stellen die Basis für den erfolgreichen Verkauf edler Dessous dar. Sexy Reizwäsche, erregende Unterwäsche treffen hier genau den Nerv der Zeit. |