Jeder Internetbenutzer hört immer wieder von Viren, Würmern und Trojanern aus dem Internet. Viele sind dann der Meinung, dass auf dem Computer keine wichtigen Daten liegen und deshalb ein Schutz unnötig ist. Dass so aber der eigene PC von Fremden für Straftaten im Internet genutzt werden kann bleibt meist unberücksichtigt.
Studien zufolge ist ein PC mit Windows XP ohne Service Pack 2 bereits nach ca. 4 Minuten im Internet von Viren und Trojanern übernommen. Mit Service Pack 2 dauert es immerhin durchschnittlich 30 Minuten bis der erste Trojaner/Wurm sich eingenistet hat. Viele User geben auch unbewusst ihre kompletten Festplatten für einen Zugriff aus dem Internet frei. Dabei gibt es ganz simple Methoden um die Sicherheit drastisch zu erhöhen. Als erstes sollten verschiedene Benutzerkonten bei Windows angelegt werden, einmal ein Administrator, der Software installieren und alle Einstellungen ändern darf, und zusätzlich ein eingeschränker Benutzer um im Internet zu surfen. Ein eingeschränkter Benutzer darf keine Software installieren. Wenn jetzt beim surfen ein Schädling auf dem Computer gelangt, kann dieser sich im System nur mit den Rechten des angemeldeten Benutzers bewegen. So kann sich der Schädling also nicht installieren, solange die Rechte eingeschränkt sind. Wenn zwischen dem Computer und dem Internet ein DSL-/ISDN Router installiert wird, erhöht sich hierdurch die Sicherheit nochmal enorm, da der Computer nun nicht mehr direkt aus dem Internet erreichbar ist. Zusätzlich können so auch mehrere Computer gleichzeitig über den Router ins Internet gelangen. Inzwischen gibt es auch schon DSL-Router die das DSL-Modem direkt eingebaut haben, diese bekommt man zum Teil bei einem DSL Anschluss kostenlos dabei. Weiterhin sind ein Virenscanner, der täglich aktualisiert wird, und eine Firewallsoftware auch noch 2 hilfreiche Tools. Für den Privatgebrauch gibt es verschiedene kostenlose Virenscanner, z.B. Antivir. Bei einer Firewall sollte man auch auf eine Lösung eines unabhängigen Herstellers zurückgreifen. Windows XP hat zwar eine eingebaute Firewall, diese hat aber den Nachteil, dass Windowsprogramme diese jederzeit umkonfigurieren können und dies auch tun. Das sind jetzt die technischen Vorrichtungen, die die Sicherheit erhöhen. Aber eine weitere große Gefahr sitzt ca. 50 cm vor dem Monitor. Solange ein User jeden Anhang einer eMail öffnet, gelangen auf diese Art und Weise Schadprogramme auf den Computer. Bei eMailanhängen gilt, dass diese nicht geöffnet werden sollten, wenn sie nicht erwartet werden. Selbst wenn der beste Freund einen eMail Anhang schickt, den man nicht erwartet hat, sollte erst Rücksprache gehalten werden, ob der Mailanhang wirklich gesendet wurde. Wenn jemand sich einen Mailvirus einfängt, sendet dieser sich an alle Kontakte im eMailprogramm weiter, d.h. wenn sich der beste Freund einen Mailvirus eingefangen hat, bekommt man ihn auch per eMail geschickt. Einige eMailanbieter bieten heutzutage auch direkt einen Virenscanner für die eMails an, diesen sollte man dann auch aktivieren. Aber Vorsicht bei Spamfilter, es gibt keinen Spamfilter der auch 100% funktioniert. Das kleinere Übel wäre da noch, wenn er Spammails durchlässt, aber sobald er wichtige Mails als Spam behandelt wirds problematisch. Deshalb sollten beim Einsatz eines Spamfilters die Spammails in einen extra Ordner gesammelt werden, der regelmäßig durchgesehen werden muss. "Spammails" sofort löschen lassen kann wichtige eMails mitlöschen. Mit eingeschränkten Benutzerkonten, DSL-/ISDN-Router, Virenscanner und Firewall lässt sich die Sicherheit erheblich erhöhen. Und zusätzlich nicht alles anklicken was blinkt, und es passt.
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