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Der Hanf ist einer der populärsten nachwachsenden Rohstoffe überhaupt.
Hanf ist in diesem Land ein Synonym für zwei völlig verschiedene Dinge. Einmal steht Hanf für Marihuana, Cannabis und Haschisch also für Drogen. Auf der anderen Seite ist die Hanfpflanze einer der populärsten nachwachsenden Rohstoffe überhaupt. Aus Hanf lassen sich Langfasern, Kurzfasern, Schäben, Lebensmittel und Kosmetika herstellen. Aus den Blüten lassen sich Drogen und Medikamente produzieren. Die Langfasern gehen in die Textilindustrie. Kurzfasern finden Verwendung bei der Herstellung von Faserverbundwerkstoffen, wie sie in modernen Automobilen zum Einsatz kommen, z.B. in Türverkleidungen oder Hutablagen. Die Schäben sind der holzige Bestandteil der Stängel. Diese ähneln optisch Holzpellets. Hanfschäben sind sehr beliebt bei Pferdehaltern als Tiereinstreu. Die Schäben nehmen sehr viel Flüssigkeit auf, stauben nicht und verrotten schneller als Stroh. Außerdem lassen sich aus den Hanfschäben hervorragende Dämmstoffe herstellen. Die Schäben können dabei als Schüttdämmung oder auch als Dämmplatte weiterverarbeitet werden. Aus dem Samen der Hanfpflanze kann man diverse Lebensmittel herstellen. In geschälter Form können die Samen (bei denen es sich botanisch betrachtet eigentlich um Nüsse handelt) als Grundstoff für Brot dienen. Presst man die Samen ergibt dies ein sehr gesundes Öl. Aufgrund der Inhaltstoffe ist auch die kosmetische Industrie sehr interessiert an gutem Hanföl. Alle beschriebenen Verwendungsarten des Hanfes zielen auf Milliardenmärkte ab, weshalb der nachwachsende Rohstoff sicher ein gigantisches Potential hat. Die größte Wertschöpfung von den Produkten, die sich aus der Hanfpflanze ableiten lassen, haben natürlich die Drogen, welche auch für medizinische Zwecke eingesetzt werden können. |