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Der Ifo-Geschäftsklimaindex PDF
Geschrieben von Patrick Bienia, Frankfurt   

Der nachfolgende Artikel beschreibt den Ifo-Geschäftsklimaindex und dessen Berechnung.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex, kurz Ifo-Index, ist ein wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Ermittelt wird er vom Münchener Ifo-Institut, einem der renomiertesten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands. Der Ifo-Index genießt in der Wirtschaft und der Politik ein sehr hohes Ansehen.

Jeden Monat werden ca. 7000 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels befragt. Die befragten Unternehmen sollen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage sowie die Entwicklung für die nächsten sechs Monate einschätzen. Die Antworten werden zunächst nach der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der jeweiligen Branche gewichtet und werden erst im nächsten Schritt ausgewertet.

Der Ifo-Index setzt sich aus drei Indices zusammen:

  1. Lage
  2. Aussichten
  3. Gesamtindex

Der Gesamtindex wird häufig als "Geschäftsklima-Index" bezeichnet. Je höher der Gesamtindex, desto besser ist die Stimmung in der Wirtschaft.

Die Berechnung des Ifo-Index lässt sich am einfachsten anhand eines Beispiels erklären. Wenn von 100 befragten Unternehmen 35% ihre Lage als "gut" und 25% als "schlecht" einschätzen, werden die Antworten wie folgt aufgerechnet: 35 - 25 = 10. Der Wert wird mit dem aus dem Basisjahr 2000 verglichen. Wenn der Wert im Jahr 2000 ebenfalls bei 10 lag, dann ergibt sich ein Lageindex von 100%. Liegt der Wert im aktuellen Jahr bei 9, dann ergibt sich daraus ein Lageindex von 90%. D.h. die aktuelle Stimmung in der Wirtschaft ist schlechter als im Basisjahr.

 
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